FÄCHER

LATEIN

Latein stellt neben Französisch ab der 6. Jahrgangsstufe die zweite Fremdsprache dar und erfreut sich seit Jahren eines stabilen Interesses unter den Schülerinnen und Schülern. Das Fach wird zwar oft als „tote Sprache“ bezeichnet, doch verhilft es zu einem tieferen Verständnis für die deutsche Grammatik, verbessert beim Übersetzen die Ausdrucksfähigkeit und erweitert den Wortschatz.

Zudem dient es als Grundlage für moderne Fremdsprachen und fördert wesentliche Schlüsselqualifikationen wie problemlösendes Denken, Genauigkeit und auch Kreativität.  

Neben dem Übersetzen lateinischer Texte erhalten die Lernenden tiefe Einblicke in die antike Kultur und Literatur sowie das damalige Leben. Sie lernen das geistige Fundament unserer heutigen Kultur und Politik kennen, setzen sich mit zentralen Themen des Menschseins auseinander und beschäftigen sich mit unverzichtbaren Werten und Persönlichkeiten, die ihnen als Heranwachsenden so manchen Denkanstoß bieten können.  

Zum fünfblättrigen Kleeblatt der Lateinfachschaft gehören seit diesem Schuljahr StR Martin Dotzel und StR Thomas Rambold. Auch StRin Stefanie Huber ist zur Verstärkung des Teams im September 2020 wieder zurückgekehrt. Seit Mai letzten Jahres zählt StRin Julia Höhn zur Fachschschaft Latein, die von StRin Jutta Fernandes geleitet wird. 

Als Lehrwerk ist in den Jahrgangsstufen 6-8 das Buch „Campus C“ aus dem Buchner Verlag eingeführt. In den ersten drei Jahren werden dabei neben zahlreichen Vokabeln grundlegende Konjugationen, Deklinationen und Konstruktionen gelernt, die an kurzen Einführungssätzen eingeübt und an interessanten Texten zusätzlich vertieft werden. Ab der 9. Klasse beginnt dann die Lektürephase. Hier werden Ausschnitte aus bekannten Werken berühmter Autoren wie Caesar, Nepos oder Catull gelesen, in der 10. Klasse folgen Werke von Cicero, Seneca und Ovid.

In der Oberstufe beschäftigen sich die Schüler*innen mit Themen wie antiker Geschichtsschreibung (Livius und Vergil), Philosophie (Cicero, Seneca) und Staatslehre (Cicero), bekommen aber auch Einblicke in die antike Gesellschaft des ersten nachchristlichen Jahrhunderts dank Petrons Satireroman.  

Als besonderes Highlight wird neben den Fahrten ins Pompejanum nach Aschaffenburg oder zur Saalburg der Dies Romanus empfunden, an dem alles im Zeichen der Antike steht. Hier erlebt man Antike zum Begreifen – wie auch schon im Unterricht. Die SchülerInnen können auf antiken Wachstafeln schreiben, Brote, die nach altrömischen Rezepten gebacken sind, mit einem entsprechenden Käseaufstrich kosten, antike Spiele ausprobieren oder mal in eine römische Tunika bzw Toga schlüpfen – kurzum, sich wie ein junger Römer fühlen. 

Auch die SELF-Tage in der 6. und 7. Klasse bieten den Lernenden tiefe Einblicke in die antike Kultur, da sie sich intensiv mit einem Thema in szenischer oder künstlerischer Form auseinandersetzen, was so manchen filmischen Unterrichtsbeitrag sinnvoll ergänzt. In der 9. Klasse wird mittels eines sog. Lernbüros eine Rede aus Caesars Werk „De bello Gallico“ über einen Zeitraum von 6 Wochen gelenkt untersucht und interpretiert. Am Ende der 8. Klasse findet an zwei Tagen ein römisch-französisches Kochduell statt, bei dem die LateinschülerInnen wieder nach antiken Rezepten Speisen zubereiten. 

FAZIT: Latein ist, wie man deutlich sehen kann, alles andere als eine „tote Sprache“ und so schnell auch nicht „totzukriegen“!